Innenstadt für Fortgeschrittene: Die „Nürnberger City Werkstatt“

Als ich Anfang März 2020 den Vorsitz für den Fachausschuss für Handel und Dienstleistung der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK) übernahm, ahnte noch niemand, welche Herausforderungen die folgenden Monate für die Innenstadt mit sich bringen würden.

Aber aus der Not kann auch eine Tugend werden. Denn aus genau dieser Situation heraus entstand das Zeitfenster, um Stadt Nürnberg und IHK Nürnberg für Mittelfranken mit ihren Aktionen „City Offensive“ und „Nürnberg.Innenstadt.Stark.Machen“ zusammenzubringen zur „Nürnberger City Werkstatt“. Alter Wein in neuen Schläuchen? Keineswegs.

Fakten zur Nürnberger City Werkstatt im Überblick: Was haben wir besonderes erreicht?

Am 9. Dezember 2020 war der Kickoff-Workshop. Und bis heute, Mitte Februar 2021, haben wir einiges erreicht:

  • Alle gemeinsam: Erstmalig gibt es einen gemeinsamen Ansatz von Stadt und Wirtschaft – Gestalter und Akteure des öffentlichen Raums wirken zusammen!
  • Hohe Handlungsgeschwindigkeit: Projekt Lieferdienst „Nürnberg liefert!“ innerhalb eines Monats zum Laufen gebracht!
  • Nix Hierarchie: Erstes Community-Projekt dieser Art in einer Großstadt Deutschlands!
  • Stark Machen: Wir fokussieren uns nicht auf negatives Zerreden, sondern auf positives Gestalten der Nürnberger (Innen-)Stadt!
  • Miteinander Gestalten: Wir lösen alte Rollenverteilungen („Die Stadt als Verhinderer“, „Die Wirtschaft als Zerstörer“) auf und überführen diese in positive Gestalterrollen!
  • Ein Verständnis: Wir probieren aus, machen es gemeinsam falsch und auch gemeinsam richtig!
  • Sichtbare Entwicklung: Wir erstellen keine Gutachten und Konzepte, sondern fokussieren uns auf die zügige Umsetzung sicht- und erlebbarer Prototypen im öffentlichen Raum! Ein Beispiel: Der Lorenzer Platz wird ab Mitte April GRÜNER und danach, schrittweise abgestimmt auf den Verlauf der Corona-Pandemie und deren Einschränkungen öffentlichen Lebens, auch MUSIKALISCHER, KÜNSTLERISCHER, mithin ein Lebendiger Platz!

Was ist das Ziel der Nürnberger City Werkstatt?

Die Innenstädte Deutschlands wie auch anderswo stehen bereits seit längerer Zeit vor erheblichen Herausforderungen. Nicht nur das ursprüngliche Verständnis von Innenstädten als Einkaufsparadies hat sich überholt, sondern auch das des stationären Handels als alleiniger Magnet für Konsumenten. Im Gegenteil: Innenstädte haben heutzutage keine dominante Funktion mehr. Sie vereinigen vielerlei Funktionen vom Wohnen bis hin zum kulinarischen Vergnügen – Einkaufen ist da nur noch eine von vielen.

Wirklich überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Sind doch beispielsweise mehrere kleinere Städte des Ruhrgebiets schon seit mehr als einem Jahrzehnt wie leergefegt. Und zwar fast unabhängig von der Tageszeit. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein besonders wichtiger ist die vielerorts fehlende integrierte, funktionsübergreifende, vorausschauende Stadtentwicklung.

Stadtentwicklung funktioniert nicht über Konzepte und Gutachten, daran herrscht kein Mangel.
Sie muss integrierend, funktionsübergreifend und vorausschauend sein, um zur Umsetzung zu kommen.

Stattdessen finden sich nicht selten unverknüpfte, funktionsbeschränkte, rein reaktive Einzelmaßnahmen hinsichtlich der Innenstädte. Das Ergebnis: Waren es zunächst nur kleinere Städte, sind nun längst mittelgroße Städte von Tristesse und Ideenlosigkeit betroffen. Und spätestens mit der Corona-Pandemie kommen nun auch große Städte in Zugzwang.

Diese Entwicklung ist nun auch in der Stadt Nürnberg zu spüren. Eine Stadt, die mit ihrer Altstadt über einen definierten Stadtkern verfügt und als touristisches Ziel attraktiv ist. Bis jetzt. Der Wandel und die Veränderung der Bedürfnisse werden auch hier spürbar.

Daraus leitet sich auch das Ziel der Nürnberger City Werkstatt ab: Den Wandel aktiv, funktionsübergreifend und gemeinsam mit allen interessierten Vertretern der Stadtgesellschaft gestalten.

Meint die Nürnberger City Werkstatt nur die Innenstadt?

Auch wenn die Stadt Nürnberg mit ihrer Altstadt über eine klar definiertes Zentrum verfügt, umfasst die Nürnberger City Werkstatt mehr. Hierbei geht es nicht nur um innerstädtisches Gebiet, sondern um das komplette Stadtgebiet. Auch wenn natürlich einige der Projekte zu Beginn im Zentrum ansetzen. Je mehr Momentum die Werkstatt entwickelt, desto mehr Projekte werden sich auch in anderen Stadtteilen abspielen.

Wer ist die Nürnberger City Werkstatt?

Ein hehres wie herausforderndes Ziel. Denn auch in Nürnberg gab es viele Einzelinitiativen, die jedoch vielfach unverbunden nebeneinanderher agierten. Bis jetzt. Konkret, bis sich die Nürnberger City Werkstatt als eine gemeinsame Initiative der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK) und der Stadt Nürnberg gebildet hat. Denn so haben sich zwei wesentliche Gestalter des öffentlichen Raums – Stadt und in der IHK vereinigte Unternehmer als Zusammenspieler für die weitere Gestaltung gefunden.

Das an sich ist noch nichts Besonderes, das gibt es auch in anderen Städten. Das Besondere hier: Wir haben den Prozess gemeinsam so aufgesetzt, dass er auf (neudeutsch) Community-Building setzt. Also kein klassischer Top-Down-Projektansatz mit zentraler Prozess-Steuerung – mit Ausnahme der Anschubphase.

Die Nürnberg City Werkstatt wird sich mittelfristig so organisieren, dass die für ein Thema entscheidenden Mitgestalter des öffentlichen Raums zusammenkommen und miteinander herausarbeiten, was der beste Ansatz ist. Konkret, schnell, umsetzungsorientiert – immer mit dem Ziel, einen Prototypen zu schaffen, von dem man dann lernen und weiter verfeinern kann.

Und so ging es los:

Wie arbeitet die Nürnberger City Werkstatt?

Das „Sterben“ der Innenstädte wird seit Jahrzehnten beklagt, mit unterschiedlichen Schuldzuweisungen. Das interessiert uns alles nicht, wir wollen Zukunft heute gestalten. Aber Patentrezepte sind rar. Und wer meint, irrwitzig lange Gutachten würden irgendwas leichter machen, der ist meiner Meinung nach auf dem Holzweg.

Daher werden hier Prototypen geschaffen, mit deren Hilfe herausgefunden werden kann, ob sie von den Menschen angenommen werden.

Deswegen auch der Ansatz, in interaktiven (Online-)Workshops schnell ins Tun zu kommen. Unsere ersten Erfahrungen zeigen: Das klappt gut! Manchmal braucht es nur eine zielgerichtete Moderation und die Gruppe merkt, wie schnell sie wirklich innovative Lösungen finden und umsetzen kann.

Denn die Gruppenteilnehmer merken, so die bisherigen Erkenntnisse, dass alle Fragen sofort geklärt werden können. So ist der Weg schnell, umfassend und unkompliziert. Die inhaltliche Lösung kann so zielgerichtet herausgearbeitet werden. Auch zeigt sich, dass im Miteinander das Verständnis für die jeweilige Perspektive des anderen steigt.

Ein Beispiel dafür mag sein, dass aus Unternehmersicht die Stadt häufig in der Position des „Verhinderers“ erlebt wird. Im Miteinander der Gruppe werden dann aber die Gründe für Kritikpunkte sofort einleuchtend erklärt. Das lässt sich aus einem Bescheid häufig nicht erkennen.

Ein weiterer Effekt ist die erhöhte Bereitschaft, sich wechselseitig aufeinander einzulassen. So entstehen Lösungen, die vorher undenkbar schienen. Das wiederum motiviert die Gruppen ungemein und spornt zu weiteren gemeinsamen Schritten an.

Na klar, jede Projektgruppe ist in ihrer Zusammensetzung sehr unterschiedlich. Jede Gruppe hat dadurch ihr eigenes Tempo. Vieles ist von der Moderation oder auch den Project Ownern (Anmerkung: Ja, wir haben hier zunächst einen Mix aus bekannten Projektstrukturen und Prototypen, die ja eigentlich aus dem Design Thinking stammen) abhängig. Methodisch zeigt sich, dass es gut ist, in bekannten Begrifflichkeiten zu arbeiten und die Teilnehmer nicht mit der „reinen Lehre“ irgendeiner Methode zu belasten.

Welche Themen werden derzeit in der Nürnberger City Werkstatt gestaltet?

In der Nürnberger City Werkstatt wurden im initialen Workshop fünf ausgewählte Projekte angestoßen. Diese wurden auf Grundlage eines Unternehmerworkshops der IHK sowie der City Offensive der Stadt Nürnberg ausgewählt. Dies sind:

  1. Pop-Up-Stores
  2. Digitale Kampagne „My Stage to be“
  3. Lebendiger Platz: Prototyp „Lorenzer Platz“
  4. Innovationsnachbarschaften
  5. Mobilität: Parkraum neu denken! – Prototyp Adlerstraße. Und nun, seit kurzem auch noch:
  6. Nürnberg liefert! – Der regionale Lieferdienst des Nürnberger Einzelhandels

Weitere Ideen für die Projekte kommen aus dem Teilnehmerkreis oder auch von jedem, der sich mit einbringen möchte. Jeder kann zum Kontext passende Themen einbringen und dann mit Unterstützung des Initialkreises aus Stadt Nürnberg und IHK versuchen, weitere Teilnehmer zu finden. Finden sich genügend Teilnehmer, wird das Thema gestartet.

Wer ist in der Nürnberger City Werkstatt involviert?

Beteiligt sind neben der IHK und der Stadt Nürnberg über sechzig Personen aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft. In der ersten Runde haben wir sehr viele Menschen aus unseren jeweiligen Netzwerken angesprochen. Auch eine Erfahrung: Viele waren zunächst skeptisch, denn zu viele Ansätze sind in den vergangenen Jahren einfach versandet – da braucht´s dann die richtige Ansprache.

Mittlerweile hat sich herumgesprochen: In der Nürnberger City Werkstatt bewegt sich wirklich was! Da werden jetzt erste Prototypen sichtbar in herausfordernden Zeiten!

Und auch die regionale Medienlandschaft begleitet diese gemeinsame Initiative intensiv – teilweise auch  in den Workshops.

Wenn auch Sie Interesse daran haben, mitzuwirken, wenden Sie sich direkt an die Ansprechpartner auf der Webseite der Nürnberger City Werkstatt. Oder auch direkt an mich, wenn Sie möchten.

Wie geht es weiter mit der Nürnberger City Werkstatt?

Die einzelnen Projekte sind aktiv und je nach Thema werden nun recht schnell Prototypen sichtbar werden. Am schnellsten ist das dem Projekt „Nürnberg liefert!“ gelungen – der regionale Lieferdienst ist seit dem 22.01.2021 für alle Händler und Dienstleister auf Nürnberger Stadtgebiet verfügbar.

Ein weiterer Prototyp wird auf dem zentral gelegenen Lorenzer Platz recht bald sichtbar werden. Zunächst mit spannenden Modulen, die „Grünes“ in die Stadt holen werden, ab Mitte April soll es losgehen. Auch danach bleibt es in diesem Projekt spannend, wollen die Gruppenteilnehmer doch für spezielle künstlerische Momente sorgen, die dann bis in die umliegenden Gastronomiebetriebe und Handelsgeschäfte hineingetragen werden. Lassen Sie sich überraschen!

Und auch in den anderen Projekten geht es gut voran. Wobei naturgemäß ein Thema wie „Mobilität: Parkraum neu denken! – Prototyp Adlerstraße“ sicherlich einen etwas längeren Weg zum Prototyp hat als die beiden hier beschriebenen.

Was ist meine Motivation, bei der Nürnberger City Werkstatt mitzumachen?

Einerseits hat sich das Thema aus der aktuellen Pandemiesituation ergeben. Andererseits ist es meine zum Beruf gemachte Passion, Potentiale zu erkennen, die Initiative zu ergreifen und Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam komplexe Themen voranzubringen. Das macht mir einfach Freude!

Fühlen Sie sich dazu eingeladen, auch Ihre Passion in die Nürnberger City Werkstatt mit einzubringen. Und wenn Sie zunächst einmal noch mehr lesen wollen, dann finden Sie nachstehend einige weiterführende Links:

Fachausschuss Handel und Dienstleistungen der IHK Nürnberg für Mittelfranken

Pressemitteilung der IHK Nürnberg für Mittelfranken vom 06.08.2020

Internetseite der Nürnberger City Werkstatt

Handout des Wirtschaftsreferats der Stadt Nürnberg (Stand: 15.12.2020)

Bericht vom 1.1.2021  auf www.nordbayern.de

Bericht vom 5.1.2021  auf www.infranken.de

Fernsehbericht vom 2.3.2021 auf www.frankenfernsehen.tv

Bericht vom 21.04.2021 auf www.nordbayern.de

Bericht vom 21.04.2021 auf www.focus.de

Frischer Wind für die Innenstadt (Pop-up-Stores) auf wirtschaftsblog.nuernberg.de

Endlich 3x sofort Klarheit gewinnen: DAS ist Digitalisierung und DAS digitale Transformation!

Neulich bei Wido Fath im Mittelstandslunch: Zuhören als Grundlage gelingender Führung

Was Wido Fath, Geschäftsführer der FATH-Unternehmensgruppe, derzeit am stärksten bewegt ist Führung durch wirkliches Zuhören. Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit in seinen Unternehmen einfacher und effektiver zu gestalten. Ein wesentlicher Impuls, den er als Gesprächsgast des 4. Mittelstandslunch, ausgerichtet von bytabo und Heilmaier und Heilmaier, den Teilnehmern mit auf den Weg geben konnte.

Ein Vorteil des Mittelstandslunch: Es wird online durchgeführt. So konnte sich Wido Fath dank einer spontanen Geburtstagseinladung seines Bruders einfach im Nebenzimmer des sehr empfehlenswerten Restaurants Mariposa in Nürnberg einfinden. Einer der Vorteile unseres digitalen Zeitalters – an welchem Ort du bist, ist unwichtig, solange du eine gute Internetanbindung hast. Das ermöglicht eine erhebliche Flexibilität.

Der Unternehmer in Führungsrolle

Flexibel ist auch ein gutes Stichwort, um seine Art zu beschreiben, wie er die Unternehmen in seinem Verantwortungsbereich steuert. Denn eines war ihm bereits vor Beginn der Covid19-Pandemie klar: Der Markt wird sich erheblich ändern – so wie bisher wird es absehbar nicht weitergehen. Was macht ein flexibler Unternehmer wie Wido Fath dann? Er schaut sich in der Startup-Szene um, wo gute Ergänzungen zu seinem Geschäftsmodell zu finden sind. Er kreiert Dienstleistungen zu seinen Produkten. Und er entdeckt das erhebliche Potential darin, (noch) bewusster zu führen.

Dabei war das Miteinander auch vorher bereits gut. Viele seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihm oder seinem Bruder, mit dem er zusammen die Geschäftsführung bildet, geäußert: “Wenn ihr nicht hier wäret, dann hätte ich das Unternehmen sicher auch mal gewechselt”.

Und was für einen Einfluss hat nun das Zuhören? Seine Erfahrungen damit beschreibt Wido Fath wie folgt: “Wenn Du dich wirklich auf dein Gegenüber einlässt, dann profitieren alle. Wie häufig gehen wir mit einer vorgefertigten Antwort oder zu wenig Zeit in ein Gespräch oder sind mit den Gedanken noch ganz woanders”. Die Zusammenarbeit, so erlebt er es, hat diese Art des Zuhörens auf ein erheblich höheres Level gehoben. Seinen Unternehmen kann das nur gut tun.

Den Horizont erweitern als Strategie

Ein weiterer Ausdruck flexiblen unternehmerischen Handelns war die strategische Erweiterung des Horizonts. Genauer durch die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle. Der Ursprung der Unternehmensgruppe liegt in der Fath Components – klassischer Werkzeugbau. Diese ist spezialisiert auf Entwicklung, Herstellung sowie Vertrieb von Systemkomponenten für Kunden aus Maschinenbau, Industriellem Gehäusebau und Betriebsmittelbau. Erweitert wurden die Kompetenzen sodann um Visualisierung und Materialfluss der Intralogistik mit der Ambos.io. Und mit der Fath Mechatronics werden innovative mechatronische Produkte im Bereich B2B entwickelt, erstellt und vertrieben. Ein echter Hidden Champion mit gut 340 Mitarbeitern. International tätig und in Familienhand. Mittelstand live!

Durch diese besonderen Zeiten ist die Unternehmensgruppe insgesamt gut gekommen. Spannend bleibt es aber dennoch. Denn das Marktumfeld: Wettbewerbsintensiv. Das Innovationstempo: Herausfordernd. Die Produkte: Anspruchsvoll. Da wird die unternehmerische Tatkraft und Flexibilität von Wido Fath auch weiterhin gefragt sein.

RAUH Hydraulik – ein Hidden Champion beim Mittelstandslunch

Hydraulik, Pneumatik – was auf den ersten Blick so unscheinbar daherkommt, ist Grundvoraussetzung für die Herstellung unzähliger Produkte. Womit die Kernkompetenz von RAUH Hydraulik in sehr vielen Anwendungen zu finden ist.

So begann unser gemeinsam mit bytabo ausgerichtetes Mittelstandslunch mit Christian Rauh, Geschäftsführer des vorgenannten Bamberger Familienunternehmens, auch mit einer kurzen technischen Erläuterung: „Einfach ausgedrückt werden bei der Hydraulik Flüssigkeiten eingesetzt, um Druckunterschiede zur Signal-, Kraft- und Energieübertragung zu generieren. Und wenn Weiterlesen

Mittelstandslunch mit Markus Zwingel, Fürst-Gruppe

Digitalisierung im Mittelstand – Geduld müssen Sie haben?!

Ein Mittelständler der größeren Art: Die Fürst-Gruppe aus Nürnberg mit ihren weit über 4.000 Mitarbeitern. Einer davon ist seit guten sieben Jahren Markus Zwingel, aktuell als Chief Digital Officer und Mitglied der Geschäftsleitung. Sein Verantwortungsbereich ist so gegenwartswichtig wie zukunftsentscheidend – denn das Spiel in einem hochkompetitiven Umfeld entscheidet sich auch hier in der weiteren Digitalisierung und Automatisierung. Auch unser 2. Mittelstandslunch, ausgerichtet von bytabo und uns, hatte es daher wieder in sich – online, versteht sich.

Online war auch genau das richtige Stichwort für Markus, der vor drei Jahren angetreten ist, verstärkt auch digitale Innovationen ins Unternehmen zu bringen. Seine Herangehensweise: Ambitionierte Ziele. Klare Ansagen. Eindeutige Grenzen. Damit hat er die Fürst-Gruppe in sehr kurzer Zeit weit vorangebracht. Das machte sich vor allem auch mit dem Lockdown bemerkbar – kein Zögern, keine Betriebsunterbrechung, sondern eher ein geschmeidiges Überleiten in Richtung digitaler Zusammenarbeit.

„Das war nur insofern eine Herausforderung, als dass wir gemerkt haben, dass die technischen Möglichkeiten das eine sind. Das andere ist die tatsächliche Nutzung“. So stand sehr schnell die neue Art der Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Jeder, der konnte, ging ins Home Office. Bei einem Dienstleister ist das aber der kleinere Teil – der größere führt Leistungen beim Kunden aus. „Wir haben glücklicherweise vor einiger Zeit die digitalen Anwendungen der ausführenden Mitarbeiter vor Ort so gestalten können, dass diese auf gute Akzeptanz stießen“. Herausfordernd war dann eher, ein Hygienekonzept umzusetzen, welches die Leistungsausführung möglich macht.

Digitalisierung fernab solcher Ausnahmesituationen erlebte Markus Zwingel dabei schon fast als herausfordernder. Denn als Chef-Digitalisierer braucht es eine gesunde Mischung aus Einfordern und Geduldig sein. „Das habe ich schon gemerkt. Pushe ich zu stark, gehen einige in Abwehrhaltung. Da geht es dann auch nicht um sachliche Gründe. Das Wesentliche für mich war es daher, Geduld zu lernen und dennoch in den Projekten voranzukommen“. Sein Glück, so sagt er selbst, waren dabei seine Mitarbeiter, die ihm das immer wieder gespiegelt haben.

So sind auch Digitalisierungsprojekte im Kern weniger technischer Natur, sondern menschlicher. „Gelingende Zusammenarbeit von Anfang an ist der Schlüssel zum Erfolg“. Erfahrungswerte, die auch die übrigen Teilnehmer bestätigten. Denn bei vielen Mittelständlern kommen die digitalen Impulse weit überwiegend aus der IT. Weshalb Digitalisierung dort häufig als reines IT-Projekt verstanden wird – welches dann zum Scheitern verurteilt ist. Wenn wir Digitalisierung hingegen weiter verstehen – als Innovationen, Geschäftsmodelle, veränderte Zusammenarbeitsformen – dann können wir in nahezu jedem Unternehmen schnell große Schritte gehen.

Mittelstandslunch zum Dritten – interessiert?

Das Ziel: Lebendiger Austausch von Mittelstandsentscheidern, interaktionsorientiert, moderiert – nun bereits zum zweiten Mal erreicht! Die Fortsetzung dieses Online-Formats ist bereits terminiert. So findet das nächste Mittelstandslunch am 17. Juli statt. Interessiert? Dann schreiben Sie uns einfach eine Nachricht.

Elektronischer Kontakt: info@heilmaier-und-heilmaier.de

Telefon: 0911 99 28 00 28

Mittelstandslunch: Dr. Pfleger Arzneimittel im Fokus

Zwei Geschäftsführer, zweiundzwanzig Teilnehmer, sechzig Minuten Videokonferenz

Ein Hidden Champion: Die Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH aus Bamberg. Produktion ausschließlich in Deutschland. Viel internationaler Wettbewerb. Und doch erfolgreich in ihren Märkten. Seit gut drei Jahren mit einem Zweiergespann in der Geschäftsführung, Dr. Günter Auerbach und Ralf Will. Beide waren sehr gerne bereit, Einblick in das Unternehmen zu geben. Weiterlesen

Workshops in Corona-Zeiten: „Remote first“!

Corona und noch kein Ende in Sicht

Unsicherheit ist immer schwer zu ertragen. Alleine noch weniger. Sicher, der Status Quo wird ganz gut aufrecht erhalten. Aber Unternehmer und Unternehmerinnen sind Macher! Sie wollen gestalten. Geht das in Zeiten „sozialer Distanz“? Unsere Antwort lautet: Ja! „Remote first“ schafft auch in Zeiten von Corona trotz räumlicher Distanz Verbundenheit. Workshops können auch digital zu hervorragenden Ergebnissen führen.

Ich bin davon überzeugt, dass jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen.

Sicher ist eines: Je länger das Corona-Virus unseren Alltag bestimmt, desto mehr treten die Themen zu Tage, die auch zuvor schon schwelten. Ängste, Sorgen, Zweifel, sie alle sind keine guten Ratgeber in schwierigen Zeiten. Nachts und vor dem Virus sind wir alle gleich: Ob Angestellte oder Führungskraft, Berufseinsteiger oder alter Hase: Wer in den frühen Morgenstunden grübelt statt zu schlafen, wird früher oder später im Teufelskreis von Übermüdung und psychischen Schwierigkeiten enden.

Abwehrreflexe

In Zeiten der Unsicherheit wird schnell alles zu viel. Home Office, Sorge um Eltern, die Kinder zu Hause… Da rutschen solche Sätze schnell einmal heraus.

„Och nee, Workshop, und dann noch am Computer? Schlafen dann nicht alle ein?“
„Schon wieder so ein bla bla bla, ich bin froh, dass es gerade irgendwie läuft.“
„Lasst mich bloß alle in Ruhe, ich will nur meine Arbeit machen.“
„Am Rechner? Da quatschen doch alle wieder nur durcheinander.“

Solche Reaktionen kennen wir gut. Es ist ein Irrglaube, es bräuchte nur die Technik und dann wäre – abgesehen von den Keksen – alles wie gewohnt. So funktioniert es nicht.

Es ist trotz aller Herausforderungen an der Zeit, aus des Re-Agieren wieder ins Agieren zu kommen.

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern,
die anderen Windmühlen.

Chinesischer Aphorismus

Also gehen wir es an! Eines ist sicher: Es wird anders werden, sehr Vieles. Räumliche Distanz müssen wir durch menschliche Nähe überwinden.

Was wir Ihnen bieten:

  • jahrelange Erfahrung in Konzeptionierung von Workshops in den Bereichen Organisation, Prozessoptimierung und Geschäftsmodellierung
  • Digitales Arbeiten ist für uns kein Neuland. Ob Videokonferenz, Workshop oder Moderation, wir kennen geeignete Software und Lösungen, mit denen Sie schnell und kostengünstig agieren können.
  • Unser Erfolgskriterium ist die Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse. Vision und Strategie in konkrete Einzelmaßnahmen übersetzen und Aufgaben Personen zuordnen. Statt Wolkenkuckucksheim bekommen sie Planungen und Strukturen, und Termine zum Kontrollieren.

Sprechen Sie mich gerne an, wir werden gemeinsam herausfinden, welche Optionen für Sie und Ihr Unternehmen gerade bestehen. Sie erreichen mich unter Telefon: 0911 99 28 00 28 oder per Mail unter info@heilmaier-und-heilmaier.de

 

Gregor Heilmaier ganz persönlich

Gregor Heilmaier bezeichnet sich selbst als konservativ-verrückt. Er nimmt sich selbst nicht übertrieben ernst und mit seiner Frau Katrin gerne manchmal auf den Arm. Von Standardlösungen hält er nichts.

Bei Gregor Heilmaier ist kein Vortrag, kein Workshop wie der andere. Was aber jeder hat: die besondere, Heilmaier’sche Note. Und die besteht aus einer ordentlichen Portion Lebenserfahrung, gepaart mit jeder Menge Know-how. 

So unkonventionell und unterschiedlich seine Ansätze in Unternehmen sind, so erfrischend sind auch seine Blogs. Holen Sie sich hier regelmäßig wertvolle Impulse und Ratschläge.

IHK-Wahl Nürnberg für Mittelfranken

Die Wahl zur Vollversammlung der IHK Nürnberg für Mittelfranken läuft seit einigen Tagen auf Hochtouren. Einer der Kandidaten auf der Liste der Unternehmensberatung trägt meinen Namen – und das ist kein Zufall. Warum ich mich dazu entschlossen habe und was ich in diesem Gremium für Sie erreichen möchte, erfahren Sie hier:

Was momentan in Unternehmen abgeht. Und worauf es wirklich ankommt.

Aktuelle Erfahrungen aus der Unternehmensführung und Digitalisierung von Unternehmen.

Nachlassende Wirtschaftsdynamik. Höherer Wettbewerbsdruck. Mehr digitale Möglichkeiten. Höhere Anforderungen an die Unternehmensorganisation. Seit einigen Monaten bläst der Wind in den Märkten der meisten Unternehmen etwas schärfer. Und das bei gleichbleibend hohen Anforderungen an die Veränderungsgeschwindigkeit.

Wie können Sie mit der derzeitigen Situation gelungen umgehen? Sie sogar vielleicht zu Ihrem unternehmerischen Vorteil nutzen?

Genau diese Frage werden Gregor Heilmaier, Geschäftsführer der Heilmaier und Heilmaier GmbH, und Alexander Raab, Partner bei Raab & Kollegen, in den Mittelpunkt der gemeinsamen Session stellen. Und Antworten dazu skizzieren.

Montag, 21.10.2019, 16:30 Uhr
Raab & Kollegen, Hallstraße 9, 90762 Fürth
(Parkmöglichkeiten im Parkhaus „Neue Mitte Fürth“)

Im Anschluss an die um 17:00 Uhr beginnende, gut einstündige Session sind Sie dazu eingeladen, die anderen Teilnehmer bei einem Get-Together mit kleinem Buffet kennen zu lernen. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl und zur vernünftigen Auslegung des Speisenbuffets bitten wir um rechtzeitige Anmeldung bis 14.10.2019 per e-Mail an: veranstaltung@heilmaier-und-heilmaier.de.