Neulich bei Wido Fath im Mittelstandslunch: Zuhören als Grundlage gelingender Führung

Was Wido Fath, Geschäftsführer der FATH-Unternehmensgruppe, derzeit am stärksten bewegt ist Führung durch wirkliches Zuhören. Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit in seinen Unternehmen einfacher und effektiver zu gestalten. Ein wesentlicher Impuls, den er als Gesprächsgast des 4. Mittelstandslunch, ausgerichtet von bytabo und Heilmaier und Heilmaier, den Teilnehmern mit auf den Weg geben konnte.

Ein Vorteil des Mittelstandslunch: Es wird online durchgeführt. So konnte sich Wido Fath dank einer spontanen Geburtstagseinladung seines Bruders einfach im Nebenzimmer des sehr empfehlenswerten Restaurants Mariposa in Nürnberg einfinden. Einer der Vorteile unseres digitalen Zeitalters – an welchem Ort du bist, ist unwichtig, solange du eine gute Internetanbindung hast. Das ermöglicht eine erhebliche Flexibilität.

Der Unternehmer in Führungsrolle

Flexibel ist auch ein gutes Stichwort, um seine Art zu beschreiben, wie er die Unternehmen in seinem Verantwortungsbereich steuert. Denn eines war ihm bereits vor Beginn der Covid19-Pandemie klar: Der Markt wird sich erheblich ändern – so wie bisher wird es absehbar nicht weitergehen. Was macht ein flexibler Unternehmer wie Wido Fath dann? Er schaut sich in der Startup-Szene um, wo gute Ergänzungen zu seinem Geschäftsmodell zu finden sind. Er kreiert Dienstleistungen zu seinen Produkten. Und er entdeckt das erhebliche Potential darin, (noch) bewusster zu führen.

Dabei war das Miteinander auch vorher bereits gut. Viele seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihm oder seinem Bruder, mit dem er zusammen die Geschäftsführung bildet, geäußert: “Wenn ihr nicht hier wäret, dann hätte ich das Unternehmen sicher auch mal gewechselt”.

Und was für einen Einfluss hat nun das Zuhören? Seine Erfahrungen damit beschreibt Wido Fath wie folgt: “Wenn Du dich wirklich auf dein Gegenüber einlässt, dann profitieren alle. Wie häufig gehen wir mit einer vorgefertigten Antwort oder zu wenig Zeit in ein Gespräch oder sind mit den Gedanken noch ganz woanders”. Die Zusammenarbeit, so erlebt er es, hat diese Art des Zuhörens auf ein erheblich höheres Level gehoben. Seinen Unternehmen kann das nur gut tun.

Den Horizont erweitern als Strategie

Ein weiterer Ausdruck flexiblen unternehmerischen Handelns war die strategische Erweiterung des Horizonts. Genauer durch die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle. Der Ursprung der Unternehmensgruppe liegt in der Fath Components – klassischer Werkzeugbau. Diese ist spezialisiert auf Entwicklung, Herstellung sowie Vertrieb von Systemkomponenten für Kunden aus Maschinenbau, Industriellem Gehäusebau und Betriebsmittelbau. Erweitert wurden die Kompetenzen sodann um Visualisierung und Materialfluss der Intralogistik mit der Ambos.io. Und mit der Fath Mechatronics werden innovative mechatronische Produkte im Bereich B2B entwickelt, erstellt und vertrieben. Ein echter Hidden Champion mit gut 340 Mitarbeitern. International tätig und in Familienhand. Mittelstand live!

Durch diese besonderen Zeiten ist die Unternehmensgruppe insgesamt gut gekommen. Spannend bleibt es aber dennoch. Denn das Marktumfeld: Wettbewerbsintensiv. Das Innovationstempo: Herausfordernd. Die Produkte: Anspruchsvoll. Da wird die unternehmerische Tatkraft und Flexibilität von Wido Fath auch weiterhin gefragt sein.

RAUH Hydraulik – ein Hidden Champion beim Mittelstandslunch

Hydraulik, Pneumatik – was auf den ersten Blick so unscheinbar daherkommt, ist Grundvoraussetzung für die Herstellung unzähliger Produkte. Womit die Kernkompetenz von RAUH Hydraulik in sehr vielen Anwendungen zu finden ist.

So begann unser gemeinsam mit bytabo ausgerichtetes Mittelstandslunch mit Christian Rauh, Geschäftsführer des vorgenannten Bamberger Familienunternehmens, auch mit einer kurzen technischen Erläuterung: „Einfach ausgedrückt werden bei der Hydraulik Flüssigkeiten eingesetzt, um Druckunterschiede zur Signal-, Kraft- und Energieübertragung zu generieren. Und wenn Weiterlesen

Mittelstandslunch mit Markus Zwingel, Fürst-Gruppe

Digitalisierung im Mittelstand – Geduld müssen Sie haben?!

Ein Mittelständler der größeren Art: Die Fürst-Gruppe aus Nürnberg mit ihren weit über 4.000 Mitarbeitern. Einer davon ist seit guten sieben Jahren Markus Zwingel, aktuell als Chief Digital Officer und Mitglied der Geschäftsleitung. Sein Verantwortungsbereich ist so gegenwartswichtig wie zukunftsentscheidend – denn das Spiel in einem hochkompetitiven Umfeld entscheidet sich auch hier in der weiteren Digitalisierung und Automatisierung. Auch unser 2. Mittelstandslunch, ausgerichtet von bytabo und uns, hatte es daher wieder in sich – online, versteht sich.

Online war auch genau das richtige Stichwort für Markus, der vor drei Jahren angetreten ist, verstärkt auch digitale Innovationen ins Unternehmen zu bringen. Seine Herangehensweise: Ambitionierte Ziele. Klare Ansagen. Eindeutige Grenzen. Damit hat er die Fürst-Gruppe in sehr kurzer Zeit weit vorangebracht. Das machte sich vor allem auch mit dem Lockdown bemerkbar – kein Zögern, keine Betriebsunterbrechung, sondern eher ein geschmeidiges Überleiten in Richtung digitaler Zusammenarbeit.

“Das war nur insofern eine Herausforderung, als dass wir gemerkt haben, dass die technischen Möglichkeiten das eine sind. Das andere ist die tatsächliche Nutzung”. So stand sehr schnell die neue Art der Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Jeder, der konnte, ging ins Home Office. Bei einem Dienstleister ist das aber der kleinere Teil – der größere führt Leistungen beim Kunden aus. “Wir haben glücklicherweise vor einiger Zeit die digitalen Anwendungen der ausführenden Mitarbeiter vor Ort so gestalten können, dass diese auf gute Akzeptanz stießen”. Herausfordernd war dann eher, ein Hygienekonzept umzusetzen, welches die Leistungsausführung möglich macht.

Digitalisierung fernab solcher Ausnahmesituationen erlebte Markus Zwingel dabei schon fast als herausfordernder. Denn als Chef-Digitalisierer braucht es eine gesunde Mischung aus Einfordern und Geduldig sein. “Das habe ich schon gemerkt. Pushe ich zu stark, gehen einige in Abwehrhaltung. Da geht es dann auch nicht um sachliche Gründe. Das Wesentliche für mich war es daher, Geduld zu lernen und dennoch in den Projekten voranzukommen”. Sein Glück, so sagt er selbst, waren dabei seine Mitarbeiter, die ihm das immer wieder gespiegelt haben.

So sind auch Digitalisierungsprojekte im Kern weniger technischer Natur, sondern menschlicher. “Gelingende Zusammenarbeit von Anfang an ist der Schlüssel zum Erfolg”. Erfahrungswerte, die auch die übrigen Teilnehmer bestätigten. Denn bei vielen Mittelständlern kommen die digitalen Impulse weit überwiegend aus der IT. Weshalb Digitalisierung dort häufig als reines IT-Projekt verstanden wird – welches dann zum Scheitern verurteilt ist. Wenn wir Digitalisierung hingegen weiter verstehen – als Innovationen, Geschäftsmodelle, veränderte Zusammenarbeitsformen – dann können wir in nahezu jedem Unternehmen schnell große Schritte gehen.

Mittelstandslunch zum Dritten – interessiert?

Das Ziel: Lebendiger Austausch von Mittelstandsentscheidern, interaktionsorientiert, moderiert – nun bereits zum zweiten Mal erreicht! Die Fortsetzung dieses Online-Formats ist bereits terminiert. So findet das nächste Mittelstandslunch am 17. Juli statt. Interessiert? Dann schreiben Sie uns einfach eine Nachricht.

Elektronischer Kontakt: info@heilmaier-und-heilmaier.de

Telefon: 0911 99 28 00 28

Mittelstandslunch: Dr. Pfleger Arzneimittel im Fokus

Zwei Geschäftsführer, zweiundzwanzig Teilnehmer, sechzig Minuten Videokonferenz

Ein Hidden Champion: Die Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH aus Bamberg. Produktion ausschließlich in Deutschland. Viel internationaler Wettbewerb. Und doch erfolgreich in ihren Märkten. Seit gut drei Jahren mit einem Zweiergespann in der Geschäftsführung, Dr. Günter Auerbach und Ralf Will. Beide waren sehr gerne bereit, Einblick in das Unternehmen zu geben. Weiterlesen