Flexible Organisationsmodelle für eine agile Unternehmensstruktur

Unternehmen stehen heute unter einem hohen Veränderungsdruck. Märkte verändern sich schneller, Technologien entwickeln sich rasant und Erwartungen von Kunden und Mitarbeitenden steigen.

Damit Organisationen in diesem Umfeld bestehen können, brauchen sie zwei Dinge gleichzeitig: Stabilität und Flexibilität.

Eine gute Organisationsstruktur sorgt dafür, dass ein Unternehmen zuverlässig funktioniert. Gleichzeitig muss sie so gestaltet sein, dass Anpassungen möglich bleiben, wenn sich Rahmenbedingungen verändern.

Genau hier setzt Organisationsentwicklung an.

Warum flexible Organisationsstrukturen an Bedeutung gewinnen

Geschäftsführungen und Führungskräfte beschäftigen sich heute intensiver mit Organisationsentwicklung als noch vor einigen Jahren. Der Grund ist einfach: Starre Strukturen geraten in dynamischen Märkten schnell an ihre Grenzen.

Eine Organisation, die flexibel aufgebaut ist, kann:

  • schneller auf Veränderungen reagieren
  • neue Chancen früher erkennen
  • Innovationen besser aufnehmen
  • Mitarbeitende stärker einbeziehen

Flexibilität entsteht jedoch nicht durch Beliebigkeit. Sie entsteht durch klare Strukturen, klare Verantwortlichkeiten und eine Unternehmenskultur, die Zusammenarbeit ermöglicht.

Organisationen, denen dieser Spagat gelingt, haben oft einen spürbaren Wettbewerbsvorteil.

Typische Herausforderungen bei der Organisationsentwicklung

Organisationsentwicklung ist selten ein einfacher Prozess. Besonders schwierig wird es, wenn Veränderungen unter Zeitdruck stattfinden oder wenn gleichzeitig mehrere Themen bearbeitet werden müssen.

In vielen Unternehmen entstehen in solchen Situationen typische Probleme:

  • Projektstrukturen werden zu komplex
  • Hierarchieebenen werden vorschnell verändert
  • Verantwortlichkeiten bleiben unklar
  • Mitarbeitende erhalten Aufgaben ohne ausreichende Einbindung

Gleichzeitig steigt der Druck von außen. Schwankende Nachfrage, veränderte Kundenbedürfnisse oder neue Wettbewerber können dazu führen, dass Organisationen ihre Strukturen schneller anpassen müssen als geplant.

Gerade mittelständische Unternehmen stehen dabei häufig vor der Herausforderung, bestehende Erfolgsmodelle weiterzuentwickeln, ohne ihre Stabilität zu verlieren.

Stabilität braucht Struktur

Organisationsentwicklung bedeutet nicht, Strukturen ständig neu zu erfinden. Im Gegenteil: Gute Organisationsentwicklung schafft verlässliche Strukturen, die Veränderung überhaupt erst ermöglichen.

Dazu gehören unter anderem:

  • klare Aufgaben und Verantwortlichkeiten
  • funktionierende Entscheidungswege
  • abgestimmte Prozesse
  • eine Kultur der Zusammenarbeit

Es gibt dabei nicht die eine richtige Organisationsstruktur. Jedes Unternehmen muss eine Lösung finden, die zu seiner Größe, seinem Markt und seiner Geschichte passt.

Wichtig ist vor allem, dass Organisationen bereit sind, ihre Strukturen regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Organisationsentwicklung als Beratungsleistung

Bei der Organisationsentwicklung geht es nicht nur um Strukturen oder Prozesse. Es geht immer auch um die Menschen im Unternehmen.

Unsere Beratung unterstützt Unternehmen dabei,

  • Strukturen zu klären
  • Zusammenarbeit zu verbessern
  • Veränderungsprozesse strukturiert zu begleiten

Dabei geht es weniger um theoretische Modelle als um praktisch umsetzbare Lösungen, die zum jeweiligen Unternehmen passen.

Denn selbst die beste Strategie bleibt wirkungslos, wenn sie nicht von den Menschen im Unternehmen getragen wird.

Der bekannte Satz von Peter Drucker bringt es auf den Punkt:

„Culture eats strategy for breakfast.“

Organisationen funktionieren dann besonders gut, wenn Struktur, Strategie und Unternehmenskultur zusammenpassen.

Zusammenarbeit als Schlüssel für erfolgreiche Organisationen

Aus unserer Sicht lassen sich Organisationsstruktur und Unternehmenskultur nicht voneinander trennen. Beide beeinflussen, wie Menschen zusammenarbeiten und wie Entscheidungen getroffen werden.

Eine funktionierende Organisation zeichnet sich dadurch aus, dass:

  • Menschen offen miteinander kommunizieren
  • Beteiligte in Veränderungen einbezogen werden
  • Probleme klar benannt werden können
  • Verantwortung dort liegt, wo Entscheidungen getroffen werden

Vertrauen zwischen Geschäftsführung, Führungskräften und Mitarbeitenden spielt dabei eine zentrale Rolle.

Nur wenn Probleme offen angesprochen werden können, lassen sich tragfähige Lösungen entwickeln.

Die Rolle von Beratern in der Organisationsentwicklung

In der Organisationsentwicklung geht es weniger um klassische Fachberatung als um strukturierte Prozessbegleitung.

Als Berater unterstützen wir Unternehmen dabei,

  • den Ist-Zustand ihrer Organisation klar zu analysieren
  • Potenziale sichtbar zu machen
  • unterschiedliche Lösungswege zu durchdenken
  • Veränderungen strukturiert umzusetzen

Dabei arbeiten wir eng mit den Beteiligten im Unternehmen zusammen.

Denn Organisationsentwicklung funktioniert nur dann, wenn die Menschen im Unternehmen aktiv daran mitwirken.

Organisationsentwicklung ist ein Langstreckenlauf

Veränderungen in Organisationen brauchen Zeit. Sie betreffen Strukturen, Prozesse und oft auch gewohnte Arbeitsweisen.

Deshalb ist Organisationsentwicklung kein kurzfristiges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess.

Wenn Organisationen diesen Weg bewusst gestalten, können daraus langfristig stabile und gleichzeitig anpassungsfähige Unternehmen entstehen.

Sie möchten Ihre Organisation weiterentwickeln?

Wenn Sie Fragen zur Organisationsentwicklung haben oder über mögliche Ansatzpunkte sprechen möchten, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Wir freuen uns auf den Austausch.

5 Wege zur Innovation Ihres Geschäftsmodells

Geschäftsmodelle veralten schneller, als den meisten Unternehmen lieb ist. Die Zukunft der Geschäftsmodelle ist bereits da – wer nur mithält, hat schon verloren. Wer sich anpasst und einen Schritt voraus bleibt, sichert sich den Vorteil.

Fünf Geschäftsmodellinnovationen stellen wir hier vor – aus über 100 möglichen Strategien für mehr Innovation in Ihrem Unternehmen.

Geschäftsmodellinnovation 1: Generieren Sie neue Einnahmequellen

Umsatz lässt Unternehmen wachsen – neue Einnahmequellen zu erschließen oder bestehende auszubauen, gehört deshalb zum Kerngeschäft. Das Internet hat die Möglichkeiten dafür vervielfacht: Produkte und Dienstleistungen erreichen heute Kunden auf der ganzen Welt.

Online lassen sich Einnahmequellen auf ganz unterschiedliche Weise erschließen: über den Verkauf physischer Produkte im eigenen Onlineshop, Affiliate-Marketing, Werbung auf Website oder Blog, oder über soziale Medien.

Neue Einnahmequellen entstehen aus einem erkannten Bedarf – und einem Weg, ihn zu decken. Das kann ein neues Produkt sein, für das Sie eine Nachfrage vermuten, oder eine Nische in einem bestehenden Markt, die bisher niemand besetzt hat.

Dabei sollten Einnahmequellen mehr bewirken als inkrementelles Wachstum – sie können ein Geschäft grundlegend verändern. Dafür lohnt es sich, verschiedene Modelle auszuprobieren: eine eigene Anwendung entwickeln, Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingehen oder die eigene Produktlinie weiterentwickeln.

Geschäftsmodellinnovation 2: Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen

Neue Produkte und Dienstleistungen halten Sie der Konkurrenz voraus. Kundenbedürfnisse verändern sich ständig – wer relevant bleiben will, entwickelt mit.

Innovation heißt nicht zwangsläufig, etwas völlig Neues zu erfinden. Oft reicht es, bestehende Produkte zu verbessern, neue Funktionen zu ergänzen oder denselben Nutzen bequemer bereitzustellen.

Die technologische Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat die Erwartungen der Menschen verändert – an ihr Leben, an ihre Karriere, an das, was ihnen den Alltag erleichtert. Verbraucher greifen zu, sobald etwas davon einfacher wird.

Produktinnovation heißt: eigene Ideen entwickeln statt fremde zu kopieren. Das kann ein neues Leistungsbündel sein, das bei jedem Kauf mitgeliefert wird, ein neuer Vertriebskanal oder ein ganz anderes Angebot – Hauptsache, es zieht Kunden an und bindet sie.

Internet und soziale Medien haben das Tempo erhöht, mit dem sich Angebote erneuern lassen. Am einfachsten ist Innovation vor der Markteinführung – aber auch danach lässt sich noch nachjustieren, mit Änderungen und neuen Funktionen, sobald der Bedarf sichtbar wird.

Interessieren Sie sich für Pivoting? Sprechen Sie uns an!

Häufig stammt die Idee für ein Minimum Viable Product (MVP) gar nicht aus dem Unternehmen selbst, sondern von einem Kunden. Dropbox etwa startete als MVP am MIT – heute einer der erfolgreichsten Cloud-Speicheranbieter weltweit.

Geschäftsmodellinnovation 3: Erstellen Sie alternative Vertriebskanäle

Neue Vertriebskanäle sollen mehr Umsatz bringen – oft, weil die herkömmlichen nicht mehr die gewünschten Ergebnisse liefern. Unternehmerinnen und Unternehmer suchen deshalb ständig nach neuen Vertriebswegen, um das Geschäft auszubauen. Das braucht Kreativität und den Blick um die Ecke.

In einer digitalen Welt, die stetig wächst, sichern neue Kanäle die Wettbewerbsfähigkeit. Manche Unternehmen nutzen inzwischen soziale Medien als Vertriebskanal – das macht sie zugänglicher und hat sogar neue Produkte hervorgebracht, die speziell für Social Media entstanden sind.

Zu den gängigsten Kanälen zählen soziale Medien, E-Mail-Marketing, Online-Werbung, Events, PR und Content-Marketing.

Geschäftsmodellinnovation 4: Binden Sie Kunden auf neue Weise ein

Das Kundenerlebnis zählt heute stärker als früher – und wird zugleich schwerer zu treffen. Kunden sind anspruchsvoll, aber Sie können es ihnen leichter machen: mit einem Kundenerlebnis, das über klassisches Marketing und klassischen Vertrieb hinausgeht und sich an den Bedürfnissen jedes einzelnen Kunden orientiert.

Im digitalen Zeitalter braucht der Kontakt zu Kunden neue Wege – und ein durchgängig angenehmes Erlebnis. Personalisierung ist dafür ein zentraler Hebel: bei Inhalten, Angeboten, Service und der Benutzeroberfläche.

Für viele Unternehmen ist die Customer-Experience-Strategie längst ein Wettbewerbsvorteil – vorausgesetzt, das Erlebnis bleibt konsequent hochwertig.

Geschäftsmodellinnovation 5: Machen Sie Ihren Arbeitsplatz besser

Auf ein einzelnes Geschäftsmodell können sich Unternehmen heute nicht mehr verlassen – Innovation gehört dazu. Ein Hebel dafür: Arbeitsbedingungen, die sich an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden orientieren und zugleich rentabler werden.

Ein nachhaltiges Arbeitsumfeld verlangt Veränderung an mehreren Stellen – Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten gehören ernster genommen als bisher.

Unsere Arbeitsweise braucht eine Erneuerung – mehr Flexibilität etwa, wann und wie viel gearbeitet wird. Einen besseren Arbeitsplatz gibt es nicht ohne Verantwortung auf allen Seiten.

Wenn Sie möchten, dass wir gemeinsam die Prozesse in Ihrem Unternehmen optimieren, sprechen Sie uns gerne an.

Neue Möglichkeiten, den Arbeitstag effizienter und den Arbeitsplatz besser zu gestalten, entstehen laufend. Immer mehr Unternehmen investieren inzwischen in das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter.

Technologie trägt wesentlich dazu bei: Automatisierung und KI optimieren Prozesse, übernehmen zeitaufwändige Aufgaben und senken das Risiko von Belastungsschäden am Arbeitsplatz.

Je besser der Arbeitsplatz, desto weniger Stress und desto mehr Work-Life-Balance für die Mitarbeitenden. Smart Working liegt im Trend: von zu Hause, im Café, im Co-Working-Space – von überall dort, wo Menschen arbeiten möchten.

Geschäftsmodellinnovation ist die Antwort auf ein Umfeld, das sich ständig ändert – mit flexibleren, rentableren Arbeitswelten als Ergebnis.

 

letzte Aktualisierung: Juli 2026

7 Möglichkeiten, wie Achtsamkeit Unternehmen verbessern kann

Der Einsatz von Achtsamkeit am Arbeitsplatz wird immer beliebter – und das aus gutem Grund. Von gesteigerter Produktivität und Kreativität bis hin zu weniger Stress und besseren Beziehungen – es gibt viele Vorteile für Sie und Ihre Mitarbeiter. Wir stellen Ihnen 7 Möglichkeiten vor, wie Achtsamkeit Ihr Unternehmen verbessern kann.

Die Pandemie hat das Leben vieler Menschen verändert. Vieles, was in den letzten zwei Jahren geschehen ist, war in der Vergangenheit für die meisten Menschen unvorstellbar, weshalb sich ihre Prioritäten verschieben. Eine der tiefgreifendsten Veränderungen besteht in dem Wunsch, präsenter und achtsamer zu sein.

Achtsamkeit für Führungskräfte

Achtsamkeit als Konzept wurde lange vor der Pandemie entwickelt. Viele Traditionen bieten unterschiedliche Erklärungen für Achtsamkeit an, aber die meisten Praktiker und Forscher sind sich einig, dass es sich um eine Form der mentalen Disziplin handelt.

Studien haben gezeigt, dass Achtsamkeit Sie sich selbst und Ihrem Handeln bewusster macht. Es hilft Ihnen auch, Ihre eigenen Gedanken und Entscheidungen zu regulieren, während es Ihnen ermöglicht, sich auf andere zu beziehen, ohne sich nur auf Ihre eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren.

Es gibt auch eine ganze Reihe von Forschungsergebnissen, die zeigen, dass Achtsamkeit die Teamarbeit bei der Arbeit beeinflussen kann: Achtsame Mitarbeiter sind weniger gestresst und sorgen für ein gesünderes Umfeld zum Wohle Ihres Unternehmens. Dies führt zu besseren Unternehmen und steigert nachweislich den Gewinn. Vielleicht haben deshalb so viele Unternehmen schon vor der Pandemie in Achtsamkeit für Führungskräfte investiert und teilweise sogar Fitnessräume auf dem Firmengelände eingerichtet.

Drei Dinge haben sich in der Zeit seit der Pandemie geändert: Psychische Gesundheit wird endlich am Arbeitsplatz berücksichtigt. Das Stigma der Achtsamkeit hat abgenommen, was gut ist. Und Achtsamkeit gilt als eine wertvolle Fähigkeit für die unterschiedlichsten Berufe.

Die folgenden Schlagzeilen sprechen für sich: Im März 2020 veröffentlichte die Harvard Business Review einen Artikel mit der zum Nachdenken anregenden Überschrift „Why Leaders Need Meditation Now More Than Ever“. Das The Wall Street Journal titelte im Dezember 2020 „Less Meeting, More Meditation“.

 Vorteile von Achtsamkeit am Arbeitsplatz

Achtsamkeit basiert auf der Idee, dass Lösungen für unsere Probleme genauso einfach in der Innenwelt gefunden werden können wie in der Außenwelt. Die Liste möglicher Auswirkungen von Achtsamkeit am Arbeitsplatz ist lang.

In diesem Beitrag werde ich nur einige der wichtigsten Vorteile nennen.

  • Förderung der Selbstwahrnehmung und Selbstregulierung

Ein unglaublicher Vorteil der Achtsamkeitspraxis ist ihr Einfluss auf die Selbstwahrnehmung und die emotionale Regulierung. Dieser Effekt ist nicht nur ein oberflächlicher Effekt – Achtsamkeit hat nachweislich eine neurobiologische Wirkung auf das Gehirn.

  • Bessere Zusammenarbeit

Es überrascht nicht, dass Achtsamkeit die Teamarbeit positiv beeinflussen kann – denn sie fördert die Selbstwahrnehmung und die Fähigkeit, Emotionen zu regulieren. Achtsamkeit kann Ihnen helfen, im Moment präsenter zu sein, was Ihre Interaktionen mit Kunden und Mitarbeitern verbessern wird. Ein Artikel in der Harvard Business Review aus dem Jahr 2019 legt nahe, dass Achtsamkeitstraining dem Einzelnen hilft, konzentriert zu bleiben, Probleme unvoreingenommen anzugehen und Meinungsverschiedenheiten nicht persönlich zu nehmen.

  • Stressabbau und Minderung von Burnout

Einer der Vorteile von Achtsamkeit ist die Fähigkeit, Stress abzubauen. Die Forschung hat die Idee gestützt, dass Achtsamkeit Stress reduzieren und Burnout lindern kann, sowie eine Reihe anderer Vorteile.

  • Förderung von Innovation und Kreativität

Eine der überraschendsten Erkenntnisse im Zusammenhang mit Achtsamkeit ist, dass sie sich auf Innovation und Kreativität auswirken kann. Ein Beispiel dafür ist eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2017, die von Forschern in den Niederlanden durchgeführt wurde. In einer kontrollierten Umgebung teilten die Forscher Personen in drei Gruppen. Eine Gruppe führte eine 10-minütige Achtsamkeitsmeditation durch, bevor sie eine Brainstorming-Aufgabe durchführte. Eine Gruppe wurde gebeten, ihre Gedanken vor der Aufgabe zehn Minuten lang schweifen zu lassen. Eine Gruppe begann sofort. Die drei Gruppen hatten alle die gleiche Anzahl an Ideen, aber es gab einen bemerkenswerten Unterschied – die Ideen aus der Meditationsgruppe waren wesentlich vielfältiger.

  • Steigerung der Produktivität

Mitarbeiter, die weniger gestresst, agiler und in der Lage sind, effektiver zusammenzuarbeiten, können Ihnen helfen, Ihre Produktivität zu steigern. Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil, insbesondere in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten.

  • Schaffung von vorurteilsfreieren Arbeitsplätzen

Achtsamkeit hat nicht nur mentale Vorteile, sondern verbessert auch die Unternehmenskultur. Wenn Menschen achtsam mit sich selbst und anderen umgehen, ist es weniger wahrscheinlich, dass sie bei der Arbeit unfaire Entscheidungen treffen. Zahlreiche Studien belegen, dass Unternehmen Unsummen für Schulungen zur Bekämpfung von Vorurteilen verschwenden. Studien zeigen auch, dass diese Art von Training alleine wahrscheinlich keinen großen Einfluss auf die Veränderung der Denkweise der Mitarbeiter haben wird. Es gibt hingegen eine wachsende Zahl von Forschungsergebnissen, die darauf hindeuten, dass Achtsamkeit, die zu einer erhöhten Selbstwahrnehmung führt, in Verbindung mit Schulungen zur Bekämpfung von Vorurteilen auch dazu beitragen kann, gerechtere Organisationen aufzubauen.

  • Förderung der Fähigkeit zum Perspektivwechsel

Schließlich, und vielleicht noch wichtiger, hilft uns Achtsamkeit, eine andere Perspektive auf Situationen zu gewinnen, mit denen wir häufig konfrontiert sind. In Achtsamkeitsseminaren wird den Menschen dafür empfohlen, regelmäßig einen Schritt von ihren Gedanken zurückzutreten und zu versuchen, im gegenwärtigen Moment verwurzelt zu bleiben. Manchmal ist es am besten, innezuhalten und in eine Stille einzutauchen, die durch Achtsamkeitsübungen gefördert wird.

Achtsamkeitstraining ist nicht länger eine Randaktivität innerhalb von Organisationen. Führungskräfte und HR-Manager erkennen die starke und nachhaltige Wirkung auf Einzelpersonen und Teams. Achtsamkeit ist eine der besten Investitionen, die Sie in diesen schwierigen Zeiten in Ihr Team tätigen können.

Zusammenfassung

Immer mehr Führungskräfte gehen dazu über, Achtsamkeit zu erlernen. Viele Unternehmen haben sogar einen ausgewiesenen Meditationsraum im Büro oder auf dem Firmengelände.

Achtsamkeit zahlt sich wirklich aus – sie kann Stress und Burnoutanfälligkeit reduzieren, die Zusammenarbeit und Kreativität verbessern und Ihr ganzes Team viel glücklicher machen!

Es hat sich gezeigt, dass Achtsamkeit Unternehmen Geld spart und die Produktivität verbessert. Achtsame Mitarbeiter sind viel besser für den Arbeitsplatz gerüstet, was zu weniger Stress führt.

Katrin Heilmaier, Profilfoto

Autorin

Kampfkunst ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich praktiziere und unterrichte seit vielen Jahren Taijiquan. Daneben widme ich mich dem Sei-Ki, einer aus Japan stammenden Kunst der absichtslosen Berührung.

Innenstadt für Fortgeschrittene: Die Nürnberger City Werkstatt

Als ich Anfang März 2020 den Vorsitz für den Fachausschuss für Handel und Dienstleistung der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK) übernahm, ahnte noch niemand, welche Herausforderungen die folgenden Monate für die Innenstadt mit sich bringen würden.

Aber aus der Not kann auch eine Tugend werden. Denn aus genau dieser Situation heraus entstand das Zeitfenster, um Stadt Nürnberg und IHK Nürnberg für Mittelfranken mit ihren Aktionen „City Offensive“ und „Nürnberg.Innenstadt.Stark.Machen“ zusammenzubringen zur „Nürnberger City Werkstatt“. Alter Wein in neuen Schläuchen? Keineswegs.

Fakten zur Nürnberger City Werkstatt im Überblick: Was haben wir besonderes erreicht?

Am 9. Dezember 2020 war der Kickoff-Workshop. Und bis Mitte Februar 2021, hatten wir schon einiges erreicht:

  • Alle gemeinsam: Erstmalig gibt es einen gemeinsamen Ansatz von Stadt und Wirtschaft – Gestalter und Akteure des öffentlichen Raums wirken zusammen!
  • Hohe Handlungsgeschwindigkeit: Projekt Lieferdienst „Nürnberg liefert!“ innerhalb eines Monats zum Laufen gebracht!
  • Nix Hierarchie: Erstes Community-Projekt dieser Art in einer Großstadt Deutschlands!
  • Stark Machen: Wir fokussieren uns nicht auf negatives Zerreden, sondern auf positives Gestalten der Nürnberger (Innen-)Stadt!
  • Miteinander Gestalten: Wir lösen alte Rollenverteilungen („Die Stadt als Verhinderer“, „Die Wirtschaft als Zerstörer“) auf und überführen diese in positive Gestalterrollen!
  • Ein Verständnis: Wir probieren aus, machen es gemeinsam falsch und auch gemeinsam richtig!
  • Sichtbare Entwicklung: Wir erstellen keine Gutachten und Konzepte, sondern fokussieren uns auf die zügige Umsetzung sicht- und erlebbarer Prototypen im öffentlichen Raum! Ein Beispiel: Der Lorenzer Platz wird ab Mitte April GRÜNER und danach, schrittweise abgestimmt auf den Verlauf der Corona-Pandemie und deren Einschränkungen öffentlichen Lebens, auch MUSIKALISCHER, KÜNSTLERISCHER, mithin ein Lebendiger Platz!

Was ist das Ziel der Nürnberger City Werkstatt?

Die Innenstädte Deutschlands wie auch anderswo stehen bereits seit längerer Zeit vor erheblichen Herausforderungen. Nicht nur das ursprüngliche Verständnis von Innenstädten als Einkaufsparadies hat sich überholt, sondern auch das des stationären Handels als alleiniger Magnet für Konsumenten. Im Gegenteil: Innenstädte haben heutzutage keine dominante Funktion mehr. Sie vereinigen vielerlei Funktionen vom Wohnen bis hin zum kulinarischen Vergnügen – Einkaufen ist da nur noch eine von vielen.

Wirklich überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Sind doch beispielsweise mehrere kleinere Städte des Ruhrgebiets schon seit mehr als einem Jahrzehnt wie leergefegt. Und zwar fast unabhängig von der Tageszeit. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein besonders wichtiger ist die vielerorts fehlende integrierte, funktionsübergreifende, vorausschauende Stadtentwicklung.

Stadtentwicklung funktioniert nicht über Konzepte und Gutachten, daran herrscht kein Mangel.
Sie muss integrierend, funktionsübergreifend und vorausschauend sein, um zur Umsetzung zu kommen.

Stattdessen finden sich nicht selten unverknüpfte, funktionsbeschränkte, rein reaktive Einzelmaßnahmen hinsichtlich der Innenstädte. Das Ergebnis: Waren es zunächst nur kleinere Städte, sind nun längst mittelgroße Städte von Tristesse und Ideenlosigkeit betroffen. Und spätestens mit der Corona-Pandemie kommen nun auch große Städte in Zugzwang.

Diese Entwicklung ist nun auch in der Stadt Nürnberg zu spüren. Eine Stadt, die mit ihrer Altstadt über einen definierten Stadtkern verfügt und als touristisches Ziel attraktiv ist. Bis jetzt. Der Wandel und die Veränderung der Bedürfnisse werden auch hier spürbar.

Daraus leitet sich auch das Ziel der Nürnberger City Werkstatt ab: Den Wandel aktiv, funktionsübergreifend und gemeinsam mit allen interessierten Vertretern der Stadtgesellschaft gestalten.

Meint die Nürnberger City Werkstatt nur die Innenstadt?

Auch wenn die Stadt Nürnberg mit ihrer Altstadt über eine klar definiertes Zentrum verfügt, umfasst die Nürnberger City Werkstatt mehr. Hierbei geht es nicht nur um innerstädtisches Gebiet, sondern um das komplette Stadtgebiet. Auch wenn natürlich einige der Projekte zu Beginn im Zentrum ansetzen. Je mehr Momentum die Werkstatt entwickelt, desto mehr Projekte werden sich auch in anderen Stadtteilen abspielen.

Wer ist die Nürnberger City Werkstatt?

Ein hehres wie herausforderndes Ziel. Denn auch in Nürnberg gab es viele Einzelinitiativen, die jedoch vielfach unverbunden nebeneinanderher agierten. Bis jetzt. Konkret, bis sich die Nürnberger City Werkstatt als eine gemeinsame Initiative der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK) und der Stadt Nürnberg gebildet hat. Denn so haben sich zwei wesentliche Gestalter des öffentlichen Raums – Stadt und in der IHK vereinigte Unternehmer als Zusammenspieler für die weitere Gestaltung gefunden.

Das an sich ist noch nichts Besonderes, das gibt es auch in anderen Städten. Das Besondere hier: Wir haben den Prozess gemeinsam so aufgesetzt, dass er auf Community-Building setzt. Also kein klassischer Top-Down-Projektansatz mit zentraler Prozess-Steuerung – mit Ausnahme der Anschubphase.

Die Nürnberg City Werkstatt wird sich mittelfristig so organisieren, dass die für ein Thema entscheidenden Mitgestalter des öffentlichen Raums zusammenkommen und miteinander herausarbeiten, was der beste Ansatz ist. Konkret, schnell, umsetzungsorientiert – immer mit dem Ziel, einen Prototypen zu schaffen, von dem man dann lernen und weiter verfeinern kann.

Und so ging es los:

Bündnis #WirfürNürnberg startet!

Über 60 Innenstadtakteure
+ @IHK_Nuernberg für Mittelfranken
+ Wirtschaftsreferat der Stadt @nuernberg_de
= #NUECityWerkstatt
Unsere Werkstatt: Nürnbergs City.
Unser Ziel: Umsetzbare Prototypen.
Unsere Verbindung: Gemeinsam #Nürnberg gestalten!

— Wirtschaftsförderung Nürnberg (@Wirtschaft_Nbg) December 9, 2020

Wie arbeitet die Nürnberger City Werkstatt?

Das „Sterben“ der Innenstädte wird seit Jahrzehnten beklagt, mit unterschiedlichen Schuldzuweisungen. Das interessiert uns alles nicht, wir wollen Zukunft heute gestalten. Aber Patentrezepte sind rar. Und wer meint, irrwitzig lange Gutachten würden irgendwas leichter machen, der ist meiner Meinung nach auf dem Holzweg.

Daher werden hier Prototypen geschaffen, mit deren Hilfe herausgefunden werden kann, ob sie von den Menschen angenommen werden.

Deswegen auch der Ansatz, in interaktiven (Online-)Workshops schnell ins Tun zu kommen. Unsere ersten Erfahrungen zeigen: Das klappt gut! Manchmal braucht es nur eine zielgerichtete Moderation und die Gruppe merkt, wie schnell sie wirklich innovative Lösungen finden und umsetzen kann.

Denn die Gruppenteilnehmer merken, so die bisherigen Erkenntnisse, dass alle Fragen sofort geklärt werden können. So ist der Weg schnell, umfassend und unkompliziert. Die inhaltliche Lösung kann so zielgerichtet herausgearbeitet werden. Auch zeigt sich, dass im Miteinander das Verständnis für die jeweilige Perspektive des anderen steigt.

Ein Beispiel dafür mag sein, dass aus Unternehmersicht die Stadt häufig in der Position des „Verhinderers“ erlebt wird. Im Miteinander der Gruppe werden dann aber die Gründe für Kritikpunkte sofort einleuchtend erklärt. Das lässt sich aus einem Bescheid häufig nicht erkennen.

Ein weiterer Effekt ist die erhöhte Bereitschaft, sich wechselseitig aufeinander einzulassen. So entstehen Lösungen, die vorher undenkbar schienen. Das wiederum motiviert die Gruppen ungemein und spornt zu weiteren gemeinsamen Schritten an.

Na klar, jede Projektgruppe ist in ihrer Zusammensetzung sehr unterschiedlich. Jede Gruppe hat dadurch ihr eigenes Tempo. Vieles ist von der Moderation oder auch den Project Ownern (Anmerkung: Ja, wir haben hier zunächst einen Mix aus bekannten Projektstrukturen und Prototypen, die ja eigentlich aus dem Design Thinking stammen) abhängig. Methodisch zeigt sich, dass es gut ist, in bekannten Begrifflichkeiten zu arbeiten und die Teilnehmer nicht mit der „reinen Lehre“ irgendeiner Methode zu belasten.

Welche Themen werden derzeit in der Nürnberger City Werkstatt gestaltet?

In der Nürnberger City Werkstatt wurden im initialen Workshop fünf ausgewählte Projekte angestoßen. Diese wurden auf Grundlage eines Unternehmerworkshops der IHK sowie der City Offensive der Stadt Nürnberg ausgewählt. Dies sind:

  1. Pop-Up-Stores
  2. Digitale Kampagne „My Stage to be“
  3. Lebendiger Platz: Prototyp „Lorenzer Platz“
  4. Innovationsnachbarschaften
  5. Mobilität: Parkraum neu denken! – Prototyp Adlerstraße. Und nun, seit kurzem auch noch:
  6. Nürnberg liefert! – Der regionale Lieferdienst des Nürnberger Einzelhandels

Weitere Ideen für die Projekte kommen aus dem Teilnehmerkreis oder auch von jedem, der sich mit einbringen möchte. Jeder kann zum Kontext passende Themen einbringen und dann mit Unterstützung des Initialkreises aus Stadt Nürnberg und IHK versuchen, weitere Teilnehmer zu finden. Finden sich genügend Teilnehmer, wird das Thema gestartet.

Wer ist in der Nürnberger City Werkstatt involviert?

Beteiligt sind neben der IHK und der Stadt Nürnberg über sechzig Personen aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft. In der ersten Runde haben wir sehr viele Menschen aus unseren jeweiligen Netzwerken angesprochen. Auch eine Erfahrung: Viele waren zunächst skeptisch, denn zu viele Ansätze sind in den vergangenen Jahren einfach versandet – da braucht´s dann die richtige Ansprache.

Mittlerweile hat sich herumgesprochen: In der Nürnberger City Werkstatt bewegt sich wirklich was! Da werden jetzt erste Prototypen sichtbar in herausfordernden Zeiten!

Und auch die regionale Medienlandschaft begleitet diese gemeinsame Initiative intensiv – teilweise auch  in den Workshops.

Wenn auch Sie Interesse daran haben, mitzuwirken, wenden Sie sich direkt an die Ansprechpartner auf der Webseite der Nürnberger City Werkstatt. Oder auch direkt an mich, wenn Sie möchten.

Wie geht es weiter mit der Nürnberger City Werkstatt?

Die einzelnen Projekte sind aktiv und je nach Thema werden nun recht schnell Prototypen sichtbar werden. Am schnellsten ist das dem Projekt „Nürnberg liefert!“ gelungen – der regionale Lieferdienst ist seit dem 22.01.2021 für alle Händler und Dienstleister auf Nürnberger Stadtgebiet verfügbar.

Ein weiterer Prototyp wird auf dem zentral gelegenen Lorenzer Platz recht bald sichtbar werden. Zunächst mit spannenden Modulen, die „Grünes“ in die Stadt holen werden, ab Mitte April soll es losgehen. Auch danach bleibt es in diesem Projekt spannend, wollen die Gruppenteilnehmer doch für spezielle künstlerische Momente sorgen, die dann bis in die umliegenden Gastronomiebetriebe und Handelsgeschäfte hineingetragen werden. Lassen Sie sich überraschen!

Und auch in den anderen Projekten geht es gut voran. Wobei naturgemäß ein Thema wie „Mobilität: Parkraum neu denken! – Prototyp Adlerstraße“ sicherlich einen etwas längeren Weg zum Prototyp hat als die beiden hier beschriebenen.

Was ist meine Motivation, bei der Nürnberger City Werkstatt mitzumachen?

Einerseits hat sich das Thema aus der aktuellen Pandemiesituation ergeben. Andererseits ist es meine zum Beruf gemachte Passion, Potentiale zu erkennen, die Initiative zu ergreifen und Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam komplexe Themen voranzubringen. Das macht mir einfach Freude!

Fühlen Sie sich dazu eingeladen, auch Ihre Passion in die Nürnberger City Werkstatt mit einzubringen. Und wenn Sie zunächst einmal noch mehr lesen wollen, dann finden Sie nachstehend einige weiterführende Links:

Nürnberger City Werkstatt

Pressemitteilung Stadt Nürnberg vom 1.8.2022: Nominierung für den Bayerischen Stadtmarketingpreis 2022

Fachausschuss Handel und Dienstleistungen der IHK Nürnberg für Mittelfranken

Pressemitteilung der IHK Nürnberg für Mittelfranken vom 06.08.2020

Internetseite der Nürnberger City Werkstatt

Handout des Wirtschaftsreferats der Stadt Nürnberg (Stand: 15.12.2020)

Bericht vom 1.1.2021  auf www.nordbayern.de

Bericht vom 5.1.2021  auf www.infranken.de

Fernsehbericht vom 2.3.2021 auf www.frankenfernsehen.tv

Bericht vom 21.04.2021 auf www.nordbayern.de

Bericht vom 21.04.2021 auf www.focus.de

Frischer Wind für die Innenstadt (Pop-up-Stores) auf wirtschaftsblog.nuernberg.de

 

Wie Sie durch Moderation zu Ergebnissen kommen

Einführung

Es gibt Unternehmen, die bei ihren Meetings nichts erreichen, obwohl ein Moderator ausgewählt wurde. Heute befassen wir uns daher mit den Unterschieden zwischen Moderieren und Gespräch leiten – und warum es bei guter Moderation darum geht, auf die Bedürfnisse aller einzugehen.

Was Moderation im Unternehmen jedenfalls NICHT ist

Auch wenn es ebenfalls Moderation genannt wird, ist folgendes Beispiel nach unserer Auffassung eine gänzlich andere Tätigkeit:

Der Fernseh- oder Veranstaltungsmoderation, die galant und unterhaltsam durch eine Sendung oder den bunten Abend führt. Diese Moderatoren haben die Aufgabe, Überleitungen zwischen verschiedenen Inhalten herzustellen.

Moderation in Besprechungen, Meeting und Workshops

Warum bunte Kärtchen noch keinen guten Moderator machen

Wenn ein Meeting nicht über das Allgemeine hinausgeht und voller Wünsche und Hypothesen ist (Beispiel: „Vielleicht könnten / sollten / sollten … / Es wäre gut, wenn …“), dann sollten Sie das Meeting unbedingt moderieren. Leider werden dabei Moderation und Diskussionsführung oft verwechselt. Die berühmten Metaplanwände und bunte Kärtchen werden von irgendwem hervorgeholt und man meint, dies sei bereits Moderation. Und nur zu leicht scheint es dann so zu sein, dass die „Moderation“ des Treffens überhaupt nicht dazu beigetragen hat, zu irgendwelchen Schlussfolgerungen zu kommen. Aber stimmt das so?

Ad hoc Moderation – kann das funktionieren?

Leider wird der Begriff “Moderation” oft umgangssprachlich ungenau verwendet.

Als Faustregel sagen wir: Wenn Sie unvermittelt zur Übernahme einer Moderation aufgefordert werden, handelt es sich tatsächlich um die Bitte, die Gesprächsleitung zu übernehmen.  Machen Sie sich dann besser keine allzu großen Hoffnungen, über einen reinen Informationsaustausch hinaus zu gelangen.

Warum? Weil eine Moderation vorbereitet werden muss. Nicht sollte, tatsächlich MUSS. Denn es gilt, einen Prozess in Gang zu bringen.

Doch sehen wir uns zunächst die Gesprächsleitung an.

Gesprächsleitung sorgt für Ordnung

Gesprächsleitung oder -führung nennen wir das geordnete Eingreifen in Gruppendiskussionen. Die Reihenfolge der Wortmeldungen wird von einer Person berücksichtigt, auf Einhaltung des Gesprächsprotokolls und der Zeit wird geachtet.

Ein entsprechendes Maß an “Moderation” (hier: Gesprächsführung) erleben wir typischerweise in Diskussionsrunden nach Vorträgen, bei Informationsveranstaltungen oder in anderen vergleichbaren Situationen. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen also einen Jour Fix eingeführt haben, an dem Mitarbeiter Informationen austauschen, dann ist eine Gesprächsleitung genau richtig.

"Gesprächsleitung ist ordnendes Eingreifen in Gespräche von Gruppen" (Symbolbild)

 

Anders sieht es aus, wenn Sie mit dem Treffen konkrete Ziele verfolgen.

Moderation gestaltet einen Prozess

Besprechungen sind eine großartige Gelegenheit, mit Ihrem Team zusammenzuarbeiten, um Probleme zu lösen oder Entscheidungen zu treffen. Nun ist es vielleicht an der Zeit, dass jemand die Rolle des Moderators übernimmt.

Wie man laut Lehrbuch moderiert:

  1. Beginnen Sie mit einer Begrüßung und einer Eisbrecher-Aktivität.
  2. Bitten Sie die Teilnehmer, sich vorzustellen, ihren Namen, ihre Zugehörigkeit und ihre Wünsche an das Meeting anzugeben.
  3. Legen Sie die Grundregeln für das Meeting fest.
  4. Bitten Sie jeden Teilnehmer, seinen Hintergrund mit der Gruppe zu teilen.
  5. Eröffnen Sie den Raum für Diskussionen, indem Sie eine Frage oder Aufgabe für die Gruppe stellen.
  6. Bedanken Sie sich abschließend bei allen für ihren Beitrag

Eine wirklich gelungene Moderation führt die Teilnehmer strukturiert zu Ergebnissen einer Aufgaben- oder Fragestellung.

Unterschiedliche Arbeitsabläufe haben unterschiedliche Moderationsanforderungen. Je nach Teilnehmerzahl und Brisanz der Thematik kann die Planung einer Moderation mehrere Stadien durchlaufen. Meetings, Workshops, Großgruppenmoderation und Online-Moderation sollten mit der gleichen Aufmerksamkeit geplant und behandelt werden, um Qualität zu gewährleisten.

Moderation: Methode oder Technik?

Moderation ist keine Methode.

Bei einer Moderation können aber unterschiedliche Methoden in Abhängigkeit von Thema, Zeitrahmen und Personenkreis zur Anwendung kommen.

Moderation ist auch keine Technik. Es gibt zwar Standardtechniken, die in der Literatur und bei Trainings genannt werden. Die Beherrschung dieser Techniken garantiert jedoch keinen Moderationserfolg.

"Moderation ist weder Technik noch Methode, es ist innere Haltung" (Symbolbild)

 

Moderation sorgt für geeigneten Arbeitsprozess und Ergebnisse

Basis einer guten Moderation sind die Regeln der Gesprächsleitung und die für Moderationen geeigneten Techniken und Methoden. Die jeweilige Vorgehensweise ist aber differenziert und individuell, denn sie bildet den Rahmen für einen zielorientierten Prozess. Im Idealfall erzeugt die Moderation eine positive Arbeitsatmosphäre in der Gruppe, die von Klarheit der Sprache und Vorgehensweise geprägt ist.

Daneben strukturieren, mäßigen und ermutigen Moderatoren: Sie visualisieren und fassen zusammen. Aufgabe des Moderators ist darauf zu achten, dass die Personen ausgewogen in den Prozess einbezogen werden. Es gilt die Kommunikation in Gang zu bringen und die Gruppe  strukturiert durch den Prozess zu führen.

Die Moderation fördert den Austausch von Meinungen und begleitet das Bilden einer gemeinsamen Meinung in der Gruppe. Der Moderator nimmt dabei persönlich eine neutrale Haltung ein, denn die Teilnehmer sollen Inhalt und Ergebnis erarbeiten.

Moderation dient der Steuerung und Gestaltung eines Problemlösungs- oder Entscheidungsprozesses

Im Vorfeld einer Moderation muss klar definiert werden, welches Problem gelöst oder welche Entscheidung erreicht werden soll. Denn auf diese Fragestellung zielt dann der gesamte Moderationsprozess ab.

Mit anderen Worten: Moderieren ist zielorientierte Vermittlungsarbeit zwischen den beteiligten Menschen und einem Thema. Dafür ist die umfassende inhaltliche Vorbereitung der Moderation unerlässlich.

"Moderation sorgt für geeigneten Arbeitsprozess und Ergebnisse" (Symbolbild)

 

An dieser Stelle taucht regelmäßig die Frage auf, ob die Moderation von einem fachkundigen Spezialisten durchgeführt werden muss. Nun, es kommt darauf an, denn …

Die wesentliche Komponente liegt in der Person, die durch die Moderation führt

Es kommt zum Beispiel darauf an, welche Frage- oder Problemstellung bearbeitet werden soll. Es kann äußerst wertvoll sein, wenn jemand mit einem Thema überhaupt nicht vertraut ist und daher völlig unbedarft alles in Frage stellt.

Andererseits können diese Fragen die Teilnehmer schrecklich nerven, wenn bereits ein Grundkonsens besteht und der Prozess durch „Banalitäten“ immer wieder ins Stocken gerät.

Vielfach bietet es sich im unternehmerischen Kontext an, die Moderation von einer Person durchführen zu lassen, die mit den Grundzügen der Thematik und dem Branchen- und Fachvokabular vertraut ist. Denn der Moderator hat die Prozesskompetenz inne und muss daher glaubwürdig auf Augenhöhe kommunizieren.

Moderation im Problemlösungs- oder Entscheidungsprozesses

Anwendungsfälle für Moderation im Unternehmen sind, wenn mehrere Personen eine gemeinsame Leistung erbringen sollen. Entweder weil das Wissen des Einzelnen nicht ausreicht oder weil die Akzeptanz durch die Beteiligung mehrerer Personen erhöht werden soll.

Fazit

Moderation führt Personen strukturiert mit geeigneten Methoden und Techniken zu einer gemeinsam getragenen Entscheidung oder Lösung für eine Aufgaben- oder Fragestellung, die im Vorfeld definiert wurde.

Moderation ist ein wichtiger Teil des Prozesses. Es ist wichtig, wertvolle Fragen zu stellen, fachlich kompetent und glaubwürdig zu sein.

Der Moderator sorgt dafür, dass die Diskussion beim Thema bleibt und reibungslos voranschreitet. Moderatoren sorgen auch dafür, dass alle Teilnehmer gleich und mit Respekt behandelt werden. Dazu müssen Moderatoren das Thema, das sie moderieren, gut verstehen und wertvolle Fragen stellen können. Moderatoren müssen neben allgemeiner sozialer Kompetenz in dem von ihnen moderierten Thema auch über Glaubwürdigkeit gegenüber den an der Diskussion Beteiligten verfügen.

 

 

Business Development im Mittelstand: Das 1×1 für Praktiker

Geschäftsmodellinnovation: Grundlagen für KMU

Einführung

Der Schlüssel zum Wachstum von KMU liegt in der Geschäftsmodellinnovation. Dies kann durch die Erstellung eines neuen Produkts, einer neuen Dienstleistung oder eines neuen Prozesses erfolgen. Dies kann auch durch eine Änderung der Art und Weise erfolgen, wie ihre bestehenden Produkte oder Dienstleistungen bereitgestellt werden.

Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben das Gefühl, dass sie sich Innovationen nicht leisten können. Sie denken, dass sie ein paar Jahre warten müssen, bevor sie es tun können. Das ist nicht wahr. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie innovativ sein können, ohne viel Geld oder Zeit aufzuwenden. Das erste und wichtigste, was Sie tun müssen, ist, Innovation nicht mehr als großes Projekt, sondern als einen Prozess zu betrachten.

Was ist ein Geschäftsmodell?

Ein Geschäftsmodell ist definiert als der Plan oder die Strategie, die ein Unternehmen verfolgt, um Geld zu verdienen und zu überleben. Es kann so einfach sein wie der gewinnbringende Verkauf von Produkten, oder es kann komplexer sein wie abonnementbasierte Modelle, bei denen Kunden monatliche Gebühren für den Zugang zu Dienstleistungen oder Produkten zahlen.

Das Geschäftsmodell ermöglicht zu verstehen, was das Unternehmen tut und wie es das tut. Es ist von seinem Umfeld und den Ansprüchen der Kunden geprägt. Mithin ist es kein statisches, sondern dynamisches Modell.

Geschäftsmodelle beschreiben die Art und Weise, wie Unternehmen Einnahmen generieren und Werte schaffen. Sie sind das grundlegende Werkzeug für jedes Unternehmen, um sich einen Vorteil gegenüber seinen Wettbewerbern auf dem Markt zu verschaffen.

Geschäftsmodelle werden oft kategorisiert als:

  • Produkt-Service-Geschäftsmodelle
  • Geschäftsmodelle für Kundenbeziehungen
  • Vertriebs- oder Vertriebsgeschäftsmodelle
  • Geschäftsmodelle für Innovation oder Differenzierung
  • Kosten- oder Preisgestaltung von Geschäftsmodellen
  • Geschäftsmodelle von Partnerschaften oder Joint Ventures (JV).

Geschäftsmodelle werden aber auch verwendet, um zu analysieren, wie ein Unternehmen funktioniert, und um daraus Entscheidungen abzuleiten, welche zukünftige Richtung es einschlagen sollte. Daher ist es für mittelständische Unternehmen von entscheidender Bedeutung, ihre Geschäftsmodelle regelmäßig zu hinterfragen und zu erneuern, um langfristig am Markt zu bleiben und zu wachsen.

Die einfachste Methode kann das Befolgen dieser vier Schritte sein:

  1. Verstehen Sie die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Kunden
  2. Identifizieren Sie Ihre Stärken und Schwächen
  3. Identifizieren Sie Bedrohungen und Chancen
  4. Erstellen Sie ein innovatives Geschäftsmodell, das die Bedrohungen, Chancen und Kundenbedürfnisse berücksichtigt.

Schauen wir uns das im Folgenden genauer an.

Die Bedeutung der Geschäftsmodell-Innovation

Die Bedeutung der Geschäftsmodellinnovation liegt in der Fähigkeit, die Arbeitsweise eines Unternehmens zu ändern und gleichzeitig dieselben Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Dies kann durch eine Änderung des Zielmarktes, des Produktionsprozesses oder sogar der Preisgestaltung erfolgen.

Sie können aus vielen verschiedenen Innovationsstrategien wählen, aber es gibt zwei Hauptstrategien – inkrementelle Innovation und disruptive Innovation:

  • Inkrementelle Innovationen sind Verbesserungen bestehender Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle. Sie beinhalten normalerweise kleine Änderungen in der aktuellen Strategie Ihres Unternehmens
  • Disruptive Innovationen sind Veränderungen im Marktumfeld, die eine Chance für neue Produkte oder Dienstleistungen außerhalb der Branche schaffen.

Der Begriff „disruptive Innovation“ wurde von Harvard-Professor Clayton M. Christensen geprägt, der glaubt, dass Unternehmen ständig innovativ sein müssen, um überleben zu können.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Unternehmen innovativ sein kann, und nicht alle erfordern viel Geld. In diesem Artikel werden wir einige Strategien untersuchen, die Sie als Inhaber oder Manager eines kleineren Unternehmens anwenden können, um Ihr Unternehmen innovativ und der Konkurrenz voraus zu halten.

Was macht ein Geschäftsmodell innovativ?

Innovation ist der Prozess, neue Ideen, Konzepte oder Methoden ins Leben zu rufen. Innovation ist die Handlung oder der Prozess der Einführung neuer Ideen, Geräte oder Methoden.

Innovative Geschäftsmodelle sind solche, die darauf ausgelegt sind, sich an veränderte Zeiten und Bedingungen anzupassen. Dazu gehört die Fähigkeit, Risiken einzugehen und Änderungen vorzunehmen, um auf einem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Um festzustellen, ob ein Geschäftsmodell innovativ ist, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Einige dieser Faktoren umfassen die Fähigkeit des Unternehmens, sich an sich ändernde Marktbedingungen anzupassen, den Einsatz neuer Technologien, um die Branche zu stören, und seine Fähigkeit, neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, die auf bestehenden Märkten verkauft werden können.

Die erfolgreichsten Geschäftsmodelle sind diejenigen, die sich schnell anpassen und sich bietende Chancen nutzen können.

Wie Sie Ihr Geschäftsmodell im Kontext Ihres Unternehmens und Marktes innovieren

Ein Unternehmen muss neue Geschäftsmodelle identifizieren und übernehmen, die für seine aktuellen und zukünftigen Anforderungen am besten geeignet sind. Denn die Strategie und das Geschäftsmodell des Unternehmens entwickeln sich mit der Zeit weiter.

Um Ihr Geschäftsmodell zu erneuern, sollten Sie die folgenden Schritte berücksichtigen:

  • Identifizieren Sie Ihre Stärken und Schwächen
  • Verstehen Sie die Markttrends in Ihrer Branche
  • Verstehen dessen, was in anderen Branchen passiert
  • Überlegen Sie, was Sie in Zukunft tun möchten
  • Experimentieren Sie mit einer neuen Idee.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Unternehmen in der Lage sind, ihr Geschäftsmodell zu erneuern. Aber diejenigen, die es tun, haben bessere Erfolgschancen.

 

Fazit

Innovation ist ein Schlüssel zum Erfolg für jedes Unternehmen. Es geht nicht nur darum, neue Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, sondern auch darum, offen für neue Ideen zu sein und diese zeitnah anpassen zu können.

Um Ihr Geschäftsmodell zu erneuern, ist es wichtig zu bedenken, dass Sie es an Ihr Unternehmen und den Markt anpassen müssen. Es ist auch wichtig, dass Sie bereit für Veränderungen sind. Und schließlich, wenn Sie eine neue Idee entwickeln möchten, müssen Sie sicherstellen, dass sie schnell und kostengünstig ist, damit Sie sie umgehend testen und prototypisieren können.

Geschäftsmodelle sind mehr als nur eine Möglichkeit, Geld zu verdienen; sie sind die DNA einer Organisation. Wenn sie sich ändern, ändert sich die Organisation mit.

Fragen Sie sich selbst

Auch wenn Ihr bisheriges Geschäft bislang einwandfrei funktioniert: Wird es auch morgen noch so sein? Welche sind die wesentlichen Faktoren für den Erfolg Ihres Unternehmens?

Hat sich Ihr Geschäft bereits schleichend von selbst weiterentwickelt. Finden Sie, dass Ihr Unternehmen langsam und schlecht organisiert ist?

Wenn Ihr Unternehmen zusammen mit Ihren Kunden in die Jahre gekommen ist, besteht die Gefahr, dass die Opportunitätskosten schnell steigen. Wie erreichen Sie jüngere Menschen und neue Unternehmen, wenn Ihre einzigen Kunden im Ruhestand sind? Vermeiden Sie dieses Problem, indem Sie in Zukunft sowohl ältere als auch jüngere Zielgruppen ansprechen.

 

 

Gregor Heilmaier vor Skizze von Ideen für Geschäftsmodellinnovation (Symbolbild)

Der Autor

Am liebsten denkt Gregor Heilmaier über neue Ideen nach und entwickelt innovative Lösungen, die seinen Kunden helfen, ihre Ziele zu erreichen. Seine einzigartige Perspektive auf die Welt macht es ihm leicht, die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und Wege zu finden, jede Situation zu verbessern.

 

 

Planen Sie einen Workshop <klick>

Das Zeitalter der Digitalisierung hat gerade erst begonnen

Den Trend zur Digitalisierung gibt es schon länger. So lange, dass einige Verantwortliche den Begriff schon nicht mehr hören können. Während andere noch gar nicht angefangen haben, sich damit zu beschäftigen. Hier liegt eine große Gefahr, denn das deutsche Zeitalter der Digitalisierung hat gerade erst begonnen.

Was ist Digitalisierung und was bedeutet sie für Produktionsprozesse?

Digitalisierung ist ein digitaler Prozess, bei dem physische Objekte in digitale Informationen umgewandelt werden. Es hat die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben, verändert.

Das digitale Zeitalter ist gekennzeichnet durch die zunehmende Nutzung digitaler Inhalte und Technologien im Alltag. Es hat die Art und Weise verändert, wie wir miteinander kommunizieren und Geschäfte über soziale Medien, E-Mail, Instant Messaging-Apps usw. tätigen.

Die Digitalisierung hat Produktionsprozesse effizienter, schneller und einfacher gemacht. Durch die Digitalisierung kann ein Unternehmen Zeit sparen, da es keine physischen Produkte erstellen oder drucken muss. Sie können auch ihren CO2-Fußabdruck reduzieren, indem sie ihre Produktionsprozesse digitalisieren.

Digitalisierung zur Steigerung der Effizienz

In deutschen Fabriken wird Digitalisierung bislang häufig als Instrument zur Effizienz-­Steigerung gesehen. Deshalb ist der Begriff Industrie 4.0 durchaus treffend gewählt.

Viele Unternehmen investieren in die Vernetzung der Produktionsab­läufe. Auch schutzzaunlose, interagierende Roboter kommen bereits heute in kleinen und mittleren Unternehmen zum Einsatz. Dadurch können diese effizienter in bereits bestehenden Märkten agieren.

Um die Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu erhalten, ist aber die stetige Entwicklung neuer Produkte und Märkte genauso wichtig. In diesem Bereich sind die USA (bislang) einsame Weltspitze. Wenn deutsche mittelständische Unternehmen also ein wenig „amerikanischer denken“ und neue Geschäftsmodelle ins Auge fassen, eröffnen sich teilweise neue und aus heutiger Sicht revolutionäre Geschäftsmodelle.

Die beängstigende Zukunft des digitalen Zeitalters: Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Vernetzung

Es wird erwartet, dass das digitale Zeitalter die Art und Weise verändern wird, wie wir uns miteinander verbinden, was wir für unseren Lebensunterhalt tun, wie wir Waren und Dienstleistungen produzieren, was bedeutet, dass es auch unsere Wertschöpfungsketten verändern wird.

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Konnektivität sind erheblich, da sie neue Möglichkeiten für Geschäftsmodelle eröffnen kann, die unmittelbar, direkt und mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit auf die jeweiligen Bedürfnisse der Verbraucher eingehen.

Was sind mögliche zukünftige Ergebnisse in einer digitalisierten Welt ohne Jobs?

Die Zukunft der Arbeit ist ungewiss und viele Experten sind besorgt über die Auswirkungen der Automatisierung auf die Arbeitsplätze. Das Aufkommen von KI und zunehmend ‚intelligenten‘ Robotern wird in Zukunft erhebliche Auswirkungen auf die Belegschaft haben.

Das Konzept des Grundeinkommens gewinnt an Bedeutung, um dem Verlust von Arbeitsplätzen durch Automatisierung entgegenzuwirken. Kern dessen ist die Idee, dass Menschen einen festen Geldbetrag von der Regierung erhalten, ohne arbeiten zu müssen, was ihnen Zeit geben könnte, anderen Aktivitäten oder Interessen nachzugehen.

Es gibt viele mögliche Ergebnisse in einer Welt ohne Jobs. Aber es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass Arbeit eine Sache ist, die für viele Menschen als sinnstiftend erlebt wird. Und nicht jede Tätigkeit ist geeignet, automatisiert zu werden – Stand heute.

Hypothesen zur Zukunft von Produktionsprozessen im digitalen Zeitalter

Die Zukunft der Produktionsprozesse im digitalen Zeitalter scheint im wesentlichen von drei Aspekten geprägt zu sein: Automatisierung, Globalisierung und Dezentralisierung.

Das digitale Zeitalter hat die Art und Weise, wie wir Informationen produzieren, verändert. Der Wechsel von physisch zu virtuell ist eine große Veränderung für Produktionsprozesse. Es hat ermöglicht, dass Menschen zu verschiedenen Zeiten und sogar an verschiedenen Orten an verschiedenen Aufgaben (zusammen-) arbeiten.

Prognosen zur Zukunft von Produktionsprozessen im digitalen Zeitalter gibt es viele. Wenn wir sehen, wie sich die Technologie entwickelt, kann man jedoch mit Sicherheit nur sagen, dass wir nicht genau wissen, was als nächstes passieren wird.

Wir müssen daher hauptsächlich lernen, mit Unsicherheit umzugehen und bereit und in der Lage, eingeschlagene Wege zu hinterfragen und auch wieder zu verlassen.

Die Digitalisierung betrifft demnach das gesamte Unternehmen: Mit all seinen Prozessen und Abläufen. Sie erfasst jedes Geschäftsmodell und wirkt sich auf die gewohnten Wertschöpfungsketten aus. Die Zukunft von Produktionsprozessen im digitalen Zeitalter hängt also nicht nur von der Anzahl der Menschen ab, die an einem Prozess beteiligt sind. Es geht auch darum, wie sie arbeiten, was sie tun und was ihre Rollen sind. Im Mittelpunkt sollten daher die Mitarbeiter und der Umgang mit ihnen (u.a. Personalmanagement) stehen. Denn die Menschen mit ihrer Kreativität sind es, die über den Erfolg im digitalen Zeitalter entscheiden.